333 Kilometer von Frankfurt in den Thüringer Wald mit 3333 Höhenmetern

333KM

Unser Gelato-Team Fahrer Tobi ist Thüringer und dieses Jahr 33 Jahre alt geworden. Seit diesem Geburtstag hat er die Idee, anlässlich dieses Geburtstages 333 Kilometer mit circa 3333 Höhenmetern mit dem Rennrad zu fahren und im Anschluss 33 kleine 0,33 Bier zu trinken. Zu dritt versteht sich.
Es entstand das Projekt 333 K // 03:33 Start // 3 Freunde

Am Freitag trafen sich Pascal, Kevin und Tobi in Frankfurt zur genüsslichen Pasta Party und der letzten Besprechung vor dem wilden Ritt. Letzte Details wurden geklärt, die Sachen zu Recht gelegt und dann ging es früh ins Bett. Geschlafen hat natürlich niemand so richtig, viel mehr war es ein „Ruhen“. Zack 2:30 Uhr am Samstag klingelte der Wecker. Müsli und Kaffee rein, Radklamotte an, Sachen im Besenwagen verstauen und ab auf die Straße zum pünktlichen Start. Die Startzeit war ja genauso wichtig wie die Kilometeranzahl, also hier kein Risiko eingehen.

Die Zahl 3 zelebieren

Start funktionierte: Pünktlich 3:33 Uhr starteten wir in einen fulminaten und herausfordernden Tag. In den ersten Stunden verließen wir Frankfurt über die Felder und nahmen das Bundeswehr Depot in Wehrheim, sowie die Marburger Ecke ins Visier. Hasen und Rehe querten unseren Weg, wurden aber nie zur Sturzgefahr und so fuhren wir in einer Art Symbiose mit den Tieren, durch die Dunkelheit und die Kälte.

Die Luftfeuchtigkeit war enorm hoch und die Sonne wollte sich einfach nicht durch die Wolkendecke drücken. Stattdessen drückten wir völlig durchnässt die Kilometer weg um nach 108 Kilometern das erste geöffnete Cafe zu finden. Koffein, Zucker und Wasserreserven auffüllen war angesagt. Hier trafen wir erstmalig unseren Besenwagen und konnten trockene Socken anziehen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir ordentlich Schlamm geschluckt, Kevin dabei beobachtet wie er mit einem Monstersafe einen Sturz verhinderte und haben uns gegenseitig durch die nasse Kälte gepusht.

Maj & Johanna

In Borken, bei 185 Kilometern, stieß das Supportteam Abdel und Fabian dazu. Unser rasender Reporter Abdel dokumentierte von nun an die Reise. Kurzer Halt am Netto. Espresso, Wasser und ab die Post. Es folgte der erste Plattfuß bei Fabian. Boxenstop im nirgendwo. Hier bauten wir richtig ab. Die Müdigkeit wurde sehr präsent, die Laune hing am kurzen Faden und der Körper schrie förmlich nach Ruhe und richtig viel Essen. Wir hatten Glück, denn bei 205 Kilometern stand der Besenwagen parat. Bestens bestückt mit Pizza, Bolognese, Kaffee und Getränken konnten wir hier kurz durchatmen und die Speicher auffüllen. Die Straßen waren bemalt, der Empfang motivierend und liebevoll zugleich. Also weiter geht’s. Halt Stop! Jetzt hat der zweite Supporter einen Plattfuss. Zack gerichtet und weitergehts.

Die letzten 130 Kilometer hatten es im Thüringer Land dann nochmal in sich. Zunächst 3 saftige Anstiege, die abermals einiges von uns einfordernden. Anschließend wellig bis heiter durch die Landschaft bis wir die Werra querten. Von hieraus sollte es konstant nach oben in den Wald gehen. Zunächst moderat um dann den Final Climb, den „Reuter Climb Deluxe“ mit seinen teilweise 19% Steigerung hinauf zubolzen. Hier standen unsere Freunde haben im Grandtourstyle die Straßen bemalt und uns mit lauten Stimmen hinauf geschrien. Laktatparty wie auf Mallorca, all out am Berg, fluchen wie Kinski und nach ein paar Minuten der Qual war es geschafft. 333 Kilometer in 12:15 Stunden. Wir bekamen Umarmungen und einen geschmückten Zielort. Liebevoll und voller Unterstützungen wurde hier auf uns gewartet. Die Getränke schmeckten und taten unverschämt gut. Das Thüringer Bratgut natürlich auch. Und so haben wir uns nachdem wilden Ritt, verdient ein paar Bier gegönnt und den Abend entspannt in Geselligkeit mit den Freunden ausklingen lassen.

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